Bericht über die Tätigkeit des Förderkreises Historischer Waldbachfriedhof anlässlich der Mitgliederversammlung 2015

Meine Damen und Herren,

ich begrüße Sie zu unserer Mitgliederversammlung und freue mich, dass Sie gekommen sind.

Ich kann Ihnen auch in diesem Jahr berichten, dass unser Förderkreis weiterhin sehr lebendig ist. Obgleich im vergangenen Jahr einige unserer Mitglieder bedauerlicherweise verstorben sind, ist der Verein auf 170 Unterstützer und Unterstützerinnen  gewachsen und wir konnten alle Projekte, die wir uns vorgenommen hatten umsetzen.

Darüber will ich Sie nun informieren:

Am Osttor wurde die dritte Brunnenanlage errichtet und mit Eiben eingegrünt.

Wie immer haben wir den Brunnen und die Eiben bezahlt und die TBO haben die Installations- und Pflanzkosten sowie die Pflasterung des Brunnenplatzes übernommen.

Am Haupteingang, am Osttor und am jüdischen Friedhof hat der Förderkreis Bronzetafeln anbringen lassen. Außerdem wurden die alten Hinweistafeln für Friedhofsnutzer restauriert und in neuen Rahmen wieder aufgestellt.

Auch die Maßnahmen zur Erhaltung von Grabdenkmälern sind nicht zu kurz gekommen.

Für ca. 10.000 € wurden insgesamt sieben Grabmale restauriert und gesichert.

Weiterhin haben wir uns um das Arboretum gekümmert. Es mussten 22 geschädigte Bäume gefällt werden, die man nun im Frühjahr und im Herbst durch Neupflanzungen ersetzen will, denn der Erhalt des Baumbestands ist uns allen ein Anliegen.

Meine Vorstandskollegen, Lothar Fischer, Heinrich Meyer und Hans-Martin Einstein suchen mit der Friedhofsverwaltung die Baumarten und die jeweiligen Standorte aus.

Einen Amberbaum hat uns die Volksbank gestiftet anlässlich ihrer Jubiläumsaktion „1500 Stunden für Ihren guten Zweck“, bei der im Frühjahr Mitarbeiter der Volksbank auf dem Waldbachfriedhof emsig gejätet und gepflanzt haben. Das war ein sehr gelungener Arbeitseinsatz, der allen Beteiligten Spaß gemacht hat. Wir bedanken uns an dieser Stelle noch einmal herzlich.

Und damit bin ich auch schon bei unseren Veranstaltungen:

Im Juni fand die vierte Lesung in der Kapelle statt. Ute Damen, Jutta Wellhöner, Martin Grüber und Edgar Common haben vor zahlreichem Publikum vorgetragen. Die Veranstaltung war wieder ein voller Erfolg, ebenso wie unser Filmabend an Allerheiligen, den wir mit dem Kommunalen Kino im Kik veranstaltet haben und bei dem der Film „Fünf Menschen, die dir im Himmel begegnen“ gezeigt wurde.

Im September besuchten wir den Friedhof in Baden-Baden. Dort wurden wir vom Friedhofschef, Herrn Geyer geführt, ein sympathischer und engagierter Mann, wie Sie, Herr Jäger. Ein Dank an Sie, für die weiterhin gute Zusammenarbeit. Das Wetter war bei diesem Ausflug schlecht, aber die Stimmung vergnügt.

Man muss zugeben, die Baden- Badener besitzen auch einen eindrucksvollen historischen Friedhof und eine sehr schöne Kapelle, aber keinen Förderverein. Und deshalb werden wir sie, was die Bestuhlung angeht bald um Längen schlagen.

Im September hat Herr Jäger zu einer Führung mit Grabberatung auf dem Waldbachfriedhof eingeladen. Der Zuspruch war so groß, dass diese Führung bald wiederholt wird.

Überhaupt nehmen die Bestattungen auf dem alten Friedhof zu. Das freut uns einerseits.  Andererseits ist uns der Erhalt des Parkcharakters mit Freiflächen ebenso wichtig.

Deshalb plädieren wir für die Neubelegung von Gräbern entlang der Wege, um so die historische Struktur unseres Friedhofs zu erhalten.

Den Abschluss der Veranstaltungen bildete wie in jedem Jahr unser Arbeitseinsatz, an dem 25 Damen und Herren teilnahmen. Wir danken Ihnen für ihre Unterstützung.

Es werden immer mehr Helfer und Helferinnen. Die meisten wollen beim nächsten Arbeitseinsatz wieder dabei sein, denn das ist jedes Jahr eine lustige und produktive Aktion und immer scheint die Sonne.

Nun zu unseren Projekten im kommenden Jahr:

Sobald die Witterung es zulässt, werden wir die hölzernen Grabkreuze der Familie Geck restaurieren lassen.

Außerdem wollen wir die Beschilderung verschiedener Gräber mit Daten historisch bedeutsamer Persönlichkeiten erneuern und ergänzen. Dafür ist uns bereits eine Spende zugegangen.

Zum Schluss unser bisher anspruchsvollstes Vorhaben: Die Neubestuhlung der Kapelle. Voraussichtlich können Sie bei unserer fünften Literaturlesung die Stühle bereits testen.

Ich kann Ihnen gar nicht sagen, wie sehr ich mich über die eingegangenen Spenden gefreut habe. Sie ermöglichen uns sogar, noch fünf Stühle zusätzlich anzuschaffen.

Ich habe mich aber nicht nur über das Geld gefreut. Ihre Großzügigkeit zeigt auch, dass Sie hinter dem Förderkreis stehen und unsere Arbeit wertschätzen. Das ist das Wichtigste überhaupt. Also vielen Dank für Ihr Engagement.

Danke auch an die weiteren Spender, die uns bei diesem Projekt unterstützt haben. Die Sparkasse Offenburg/Ortenau hat uns beispielsweise mit 2500€ unter die Arme gegriffen. Den größten Batzen verdanken wir aber meinem Mann, der alle Zuwendungen anlässlich seiner Verabschiedung unserem Förderkreis zukommen ließ. Ich bedanke mich für diese außergewöhnliche Geste und für seinen steten Rat, mit dem er unsere Arbeit begleitet.

Und da wir gerade beim Bedanken sind: Ohne die fleißigen, zuverlässigen und umsichtigen Mitstreiter in Vorstand und Beirat könnte unser Verein nicht so erfolgreich existieren.

Auch Ihnen gilt mein Dank. Bei uns im Vorstand gab es noch nie Streit oder Unstimmigkeiten. Sind wir unterschiedlicher Ansicht, wird diskutiert und dann einigen wir uns. Aber meistens sind wir sowieso einer Meinung. Und was das wichtigste ist: Wir lachen viel miteinander und wir lieben unseren Friedhof.

Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und für Ihr Interesse, mit dem Sie unsere Aktivitäten begleiten und immer wieder ganz individuell unterstützen.

Cornelia Kalt-Jopen